100 Jahre Solidarität mit den Schwachen der Gesellschaft

06.07.2019

Wahlkreis

100 Jahre Solidarität mit den Schwachen der Gesellschaft
Gastgeber und Gäste der AWO-Geburtstagsfeier im Mehrgenerationenpark Aggerstrand: Sven Wolf (v.l.), Beate Ruland, Dr. Gero Karthaus, Minister Peter Biesenbach, Michaela Engelmeier, Jochen Hagt und AWO-Geschäftsführerin Martina Gilles. (Quelle: www.oberberg-aktuell.de)
Quelle: https://www.oberberg-aktuell.de | Vom 06.07.2019 | Von Ute Sommer

Seilspringen oder Hüpfparcours? Gummitwist oder Buttonmaschine? Oder doch eher Wurfspiele, Rutschen oder Hindernislauf? Die Qual der Wahl zwischen dutzenden von Spiel-und Bastelstationen hatten die zahlreichen kleinen Besucher, die in Begleitung ihrer Familien zum AWO-Sommerfest an den Ründerother Aggerstrand gekommen waren. Wem diese Programmvielfalt noch nicht reichte, konnte nach einer kleinen Reise mit der Bimmelbahn am AWO-Otto Jeschkeit Altenzentrum noch Ponyreiten und Kinderschminken ausprobieren oder sich auf der Hüpfburg austoben.

Unter tatkräftiger Hilfe von über 300 AWO-Mitarbeitenden aus den Regionen Rhein-Oberberg hatte sich der Mehrgenerationenstrand heute in einen riesigen Outdoor-Spielepark verwandelt, in dem Kinderherzen höher schlugen, die begleitenden Eltern die Geselligkeit genossen oder dem offiziellen Festprogramm auf der Bühne folgten, das vom charmanten Moderator und Schauspieler Jens Hajek präsentiert wurde. Als Gastgeberin hieß AWO-Kreisvorsitzende Beate Ruland jede Menge Ehrengäste, insbesondere viele Kreis-und Stadtratsvertreter, willkommen.

In kurzen Worten erinnerte sie an die Sozialreformerin und Frauenrechtlerin Marie Juchacz, die am 13. Dezember 1919 die Arbeiterwohlfahrt gründete, welche sich an den Werten des freiheitlich-demokratischen Sozialismus orientierte. Als eines der ersten weiblichen Mitglieder in der Weimarer Nationalversammlung habe Juchacz gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zum Frauenwahlrecht geleistet, weshalb es heute doppelten Grund zum Feiern gebe. Ruland unterstrich die Basis der Arbeiterselbsthilfsorganisation, die sich bis heute den Grundwerten der Solidarität, der Toleranz, der Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit verpflichtet sieht.

„Wir wollen Anwalt der Benachteiligten, Schwachen und Hilfsbedürftigen sein", betonte sie, weshalb aktuell rund 200.000 Hauptamtliche deutschlandweit in Heimen-und Wohngemeinschaften, Tagesstätten, Beratungsstellen, Frauenhäusern und anderen Hilfeeinrichtungen tätig seien. "Mein Appell lautet. Lasst uns weitere 100 Jahre soziale Ungerechtigkeit bekämpfen!"

In seinem Grußwort lobte NRW-Justizminister Peter Biesenbach das Haupt-und ehrenamtliche AWO-Engagement, das der Staat, gerade an sozialen Bruchstellen, nicht leisten könne. Zur Tradition der freien Wohlfahrtsverbände gehöre, dass sie in der tatkräftigen Unterstützung Benachteiligter stets mit gutem Beispiel voran gegangen seien.

„Ohne sie wäre die Gesellschaft viel ärmer, wir wissen, was wir an der AWO haben", sicherte er dem Verbund die parteiübergreifende Unterstützung der Landesregierung zu. SPD-Landtagsabgeordneter Sven Wolf betonte, dass 1919, wie auch heute, drängende Themen wie Wohnraum, Versorgung und Chancengleichheit die Gesellschaft bewegten, die AWO mit ihrer Zielsetzung von Solidarität also nichts an Aktualität verloren habe. „Lassen Sie uns das Fest als Zeichen gegen rechte, spaltende Kräfte begehen", sagte er unter dem Beifall des Publikums.

Zwischen den Redebeiträgen begeisterten die kleinen AWO-Talente der Margot Paatzig-Kindertagesstätte Strombach mit ihrer Tanzshow, die „Dance Company“ des Familienzentrums Burscheid interpretierte die 100-jährige Geschichte der Arbeiterwohlfahrt in tänzerischer Art und Weise.

Quelle: https://www.oberberg-aktuell.de | Vom 06.07.2019 | Von Ute Sommer

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