Pflegeschule: Gesundheitsminister Spahn besucht Agewis in Gummersbach

20.07.2018

Wahlkreis

Pflegeschule: Gesundheitsminister Spahn besucht Agewis in Gummersbach
Im Gespräch: Jens Spahn (3.v.l.) mit Jochen Hagt (2.v.r.), Peter Biesenbach (r.), Bodo Löttgen (l.) und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Carsten Brodesser (2.v.l.) Foto: Gies
Quelle: https://www.ksta.de | Oberbergischer Anzeiger | vom 20. Juli 2018 | von Frank Klemmer

Gummersbach - Es war ein kurzer Besuch, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagnachmittag Gummersbach abstattete. Wie sein NRW-Amtskollege Karl-Josef Laumann drei Tage zuvor besuchte Spahn die Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren (Agewis) auf dem Steinmüllergelände in Gummersbach – und zeigte sich ähnlich begeistert: „Dass ein Landkreis so eine Pflegeschule hat, und noch dazu in einem so modernen Gebäude, dürfte deutschlandweit ziemlich einmalig sein.“

Sein Parteifreund, der Nümbrechter Bodo Löttgen, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, habe ihm schon öfter gesagt: „Wir haben da was, das musst Du Dir mal ansehen. Und jetzt hat es endlich geklappt“, erzählte Spahn.

Kassenärzte in die Pflicht

Der Minister sprach auch über die Probleme bei der ärztlichen Versorgung – nicht nur, aber gerade im ländlichen Raum, vor allem bei den niedergelassenen Ärzten: „Ich habe gehört, dass hier in Oberberg in einem Bezirk elf Hausarztsitze nicht besetzt sind.“ In solchen Fällen will der Bundesminister die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in die Pflicht nehmen. „Den Sicherstellungsauftrag hat die KV schon. Jetzt werden wir sie gesetzlich verpflichten, notfalls mit eigenen Mitteln Medizinische Versorgungszentren einzurichten oder mobile Angeboten aufzubauen, wenn eine Region dauerhaft unterversorgt ist.“ Es reiche nicht, wenn die KV sage, sie habe alles versucht: „Sie soll jetzt selber machen müssen.“

Im Anschluss tauschte sich Spahn unter anderem mit Landrat Jochen Hagt, Löttgen und NRW-Justizminister Peter Biesenbach, aber zum Beispiel auch dem Lindlarer Arzt Dr. Thomas Aßmann über die Herausforderungen in der Region aus. Mit Blick auf Aßmanns Projekt der Telemedizin sagte Spahn: „Es ist jetzt an uns, dafür auch vernünftige Abrechnungsmöglichkeiten zu schaffen.“ Dennoch gehe es aus seiner Sicht im ländlichen Raum nicht mehr nur um die Vergütung: „Das galt vielleicht noch vor zehn Jahren. Inzwischen hat sich da aber schon eine ganze Menge getan.“

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