Landesregierung reagiert erneut nur unzureichend auf terroristische Herausforderung

20.10.2016

Landtag

Landesregierung reagiert erneut nur unzureichend auf terroristische Herausforderung
Peter Biesenbach: „Islamistische Terroranschläge mit vielen Schwerverletzten sind auch in Nordrhein-Westfalen zu einer realen Gefahr geworden."
20.10.2016 | Peter Biesenbach zur Ausstattung von NRW-Krankenwagen für Terrorlagen:

Im September wurde bekannt, dass auf Anordnung des bayerischen Innenministeriums Rettungswagen in Bayern künftig eine spezielle Sanitätsausrüstung an Bord haben sollen, um auf schwere Verletzungen nach einem Terroranschlag vorbereitet zu sein. Auch in Baden-Württemberg sind dazu neue Regelungen in Vorbereitung. Die rot-grüne Landesregierung hält eine Ausstattung der Rettungswagen in Nordrhein-Westfalen mit einer Spezial-Ausrüstung für Sprengstoffanschläge und Schussverletzungen dagegen nicht für notwendig. Dies geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Kleine Anfrage hervor. Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Peter Biesenbach:

„Islamistische Terroranschläge mit vielen Schwerverletzten sind auch in Nordrhein-Westfalen zu einer realen Gefahr geworden. Dies stellt nicht nur unsere Sicherheitsbehörden, sondern auch unsere Rettungskräfte vor neue Herausforderungen. Terrorlagen sind mit Verkehrs- oder Industrieunfällen nicht vergleichbar. Nach einem ersten Anschlag droht immer auch ein Zweitschlag, weshalb Ärzten und Sanitätern kaum Zeit bleibt, stark blutende Patienten vor Ort zu stabilisieren. In solchen Fällen kann eine Spezialausrüstung Leben retten.

Es ist völlig unverständlich, warum die Landesregierung für Nordrhein-Westfalen trotzdem keinen Handlungsbedarf sieht. Ob das Mitführen von so genannten Tourniquets zum schnellen Abschnüren von stark blutenden Gliedmaßen zur Pflicht wird, will das Gesundheitsministerium zukünftig lediglich ‚erörtern‘. Wieder einmal reagiert die Landesregierung nur unzureichend und halbherzig auf die terroristische Bedrohung. Schon die Landespolizei und deren Spezialeinheiten mussten viel zu lange auf eine angemessene Ausrüstung für Terrorlagen warten. Dasselbe darf nun nicht auch bei unseren Rettungskräften passieren.“

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